Schmerzende Finger für »Smoke on the water«
Jugendliche lernen in Ferien-Workshop Gitarre spielen

Üben unter Anleitung von Ilya Burov (hinten rechts) das Spielen der E-Gitarre,
bis die Finger schmerzen:  (vorne von links) Matthias Titzmann, Lina Hülck,
Julia Burova sowie Stefan Budde. Foto: Vera Henrichsmeyer

Ve r s m o l d (js/egc). Nur einzelne Töne, hier und da mal ein Akkord und ein ganz bisschen »Smoke on the water« können aufmerksame Zuhörer in diesen Tagen im Jugendzentrum »Westside« hören. Unter Anleitung von Ilya Burov erlernen fünf Jugendliche in einem Ferienkurs das E-Gitarre-Spielen. Mit Burov, der sich das Gitarrespielen selbst beibrachte und als Jugendlicher in einer Band spielte, unternahmen anfangs vier Jugendliche hinter verschlossenen Türen ihre ersten Spielversuche auf der E-Gitarre. Eine weitere Schülerin stieß am Mittwoch dazu. »Wir sind froh darüber, mal etwas neues anbieten zu können«, erzählt Jens Schröder vom Jugendzentrum. Die fünf jungen Musiker haben großen Spaß an dem E-Gitarrenkurs, »auch wenn einem anfangs die Finger und die Handgelenke schmerzen«, verraten sie.  »Der Wechsel zwischen den Akkorden ist das schwierigste « erzählt Stephan Budde, einer der Gitarrenschüler. Nichtsdestotrotz üben die Nachwuchs- musiker fleißig weiter. Heute wollen sie zum Abschluss des dreitägigen Workshop möglichst ein ganzes Musikstück erklingen lassen. »Erst einmal geht es hauptsächlich darum, im Takt und im Rhythmus zu bleiben, und aufeinander zu hören«, erklärt Ilya Burov. Dabei müsse man die unterschiedlichen Ausgangssituationen der einzelnen Teilnehmer unter einen Hut bringen. Während sich zwei der Schüler die allerersten Klänge bereits selbst auf ihren eigenen Instrumenten angeeignet hatten, verfügen die anderen Schüler über keinerlei Vorkenntnisse. »Sie durften sich für den Workshop E-Gitarren vom Jugendzentrum ausleihen«, erklärt Ilya Burov. Drei Exemplare hatten die Organisatoren im Vorfeld angeschafft. Möglicherweise kommen diese auch nach dem Workshop regelmäßig im Jugendzentrum zum Einsatz. Fest steht bislang zwar noch nichts. Doch sowohl die Jugendlichen als auch Ilya Burov hätten Interesse an einer fortlaufenden Übungsstunde. Was dort dann gespielt würde, steht allerdings
schon fest. »Die Tendenz geht in Richtung Rockmusik.«