HK vom 12.April 2007
Harte Bullen, coole Jungs ...
„Verarsch mich nicht!“ Thomas Sellin (Mitte) erklärt Polizist Ernes
(rechts), wie man Philip richtig verhört. FOTO: UTHMAN
(rechts), wie man Philip richtig verhört. FOTO: UTHMAN
| Versmold (maut). Gar nicht so einfach, ein gutes Verhör zuführen. Wie schubst man den Verdächtigen möglichst ruppig in den Stuhl? Wie fährt man ihm im Gespräch barsch über den Mund? Und auch der »auf dem Revier« Vorgeführte muss erst üben, sich demonstrativ lässig und gelangweilt hinzulümmeln. All das übt Thomas Sellin in diesen Tagen mit neun Mädchen und Jungen im Jugendzentrum Westside. Sellin kommt vom Bielefelder Trotz-alledem-Theater und hält derzeit einen Theater-Workshop in Versmold ab. Mit den Jugendlichen möchte er in den täglichen Proben ein improvisiertes Theaterstück auf die Beine stellen. Ein verschwundener Hip-Hop-Star, ein Drohbrief und die Polizei –Harte Bullen, coole Jungs Versmold (maut). Gar nicht so einfach, ein gutes Verhör zuführen. Wie schubst man den Verdächtigen möglichst ruppig in den Stuhl? Wie fährt man ihm im Gespräch barsch über den Mund? Und auch der »auf dem Revier« Vorgeführte muss erst üben, sich demonstrativ lässig und gelangweilt hinzulümmeln. All das übt Thomas Sellin in diesen Tagen mit neun mehr ist nicht vorgegeben. An einem Verhör feilte die Gruppe schon ausgiebig. „Macht mehr Druck“, ruft Thomas Sellin seinen Polizisten Ernes und Davide zu. Sie sind ihm zu zögerlich. Prompt schubsen sie den Verdächtigen Philip ruppiger an den Tisch. Theater-Bulle sein will eben gelernt sein. Noch bis einschließlich Freitag übt die Gruppe immer von 14 bis 17 Uhr. Zum Abschluss wird der Hip-Hop-Krimi dann auf der Juz-Bühne aufgeführt. |
